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1986 ermöglichen die Liberalisierung der Wirtschaftspolitik („Doi Moi“) Privateigentum und ausländische Investitionen. Zum daraufhin folgenden Wirtschaftsboom tragen die Aufhebung des US-Handelsembargos (1994), das Handelsabkommen mit den USA (2000) und 2007 der Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) bei.

Die Liberalisierung der Wirtschaft („Doi Moi“)

1986 schlug die Regierung Vietnams einen neuen wirtschaftspolitischen Kurs ein. 1986 hatte Michail Gorbatschow in der Sowjetunion, dem größten Geldgeber Vietnams, einen Umgestaltungsprozess (Perestroika) begonnen. Vietnam war zu der Zeit von Hungersnöten und litt unter einer sehr hohen Inflation.

Der Parteitag beschloss eine Liberalisierung der Wirtschaft, genannt „Doi Moi“ (Erneuerung). Marktwirtschaftliche Reformen erlaubten wieder die Privatwirtschaft. Es entstanden wieder private Betriebe und Firmen, Bauern konnten die staatlichen Ländereien auf eigene Rechnung bewirtschaften. Im Zuge der Dezentralisierung erhielten Staatsunternehmen mehr Entscheidungskompetenzen. Auch Außenhandel und ausländische Investitionen waren nun möglich.

Internationale Abkommen

Die Folge der Reform, ein intensives Wirtschaftswachstum, war sehr schnell spürbar. Die Inflation sank von vielen Hundert auf fünf Prozent. 1994 hoben die USA das Handelsembargo gegen Vietnam auf. Seit 1995 gehört Vietnam zur Organisation ASEAN (Association of Southeast Asian Nations), seit 1998 zur APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation). 2000 schlossen die USA und Vietnam ein Handelsabkommen, und Präsident Bill Clinton besuchte Vietnam im November 2000. 2007 trat Vietnam als 150. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) bei.

Die Wirtschaft heute

Seit Mitte der 1990er Jahre erfreute sich die vietnamesische Wirtschaft eines Aufschwungs. Das jährliche Wirtschaftswachstum liegt bis heute zwischen bei sechs und neun Prozent. Die Löhne in den Städten und Industrieregionen steigt stark an, so dass immer mehr Vietnamesen in die Städte oder als Gastarbeiter ins Ausland ziehen. Vietnam ist eines der Schwerpunktländer der deutschen Entwicklungshilfe, die vor allem Projekte im Umweltschutz und Gesundheitswesen unterstützt. Für ausländische Investoren ist Vietnam eines der beliebtesten Länder Südostasiens. Auch Viet Khieu, im Ausland lebende Vietnamesen, kehren nach Vietnam zurück oder investieren in ihrer alten Heimat.

Die vietnamesische Wirtschaft ist heute stark industrie- und dienstleistungsgeprägt. Ein Drittel der Vietnamesen ist im Servicesektor beschäftigt (unter anderem im Tourismus), der für 38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sorgt. Besonders produktiv ist die Industrie, die vor allem Bekleidung, Schuhe und Maschinen herstellt sowie Lebensmittel und Rohstoffe verarbeitet. Hier sorgen 15 Prozent der Arbeiter für 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Landwirtschaft, in der noch über 51 Prozent der Vietnamesen arbeiten, trägt nur 21 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Hauptexportgüter sind Rohöl, Fisch, Meeresfrüchte, Reis, Kaffee, Tee, Pfeffer, Gummi, Bekleidung und Schuhe. Vietnam ist heute der zweitgrößte Reisexporteur der Welt.