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Der erste Indochina-Krieg (1946-54) PDF Drucken E-Mail

Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpfte Frankreich im ersten Indochina-Krieg um seine Macht in Indochina. Vietnam verteidigte im Norden seine Unabhängigkeit, während die USA Südvietnam unterstützten. 1954 beendete Frankreichs Niederlage in der Schlacht von Dien Bien Phu die Kolonialzeit. Die Genfer Konferenz bekräftigte die Teilung Vietnams am 17. Breitengrad.

Die Ausgangssituation 1946

Vietnam ist zweigeteilt: Der Norden Vietnams war seit dem 2. September 1945 unabhängig, Großbritannien kontrollierte den Süden. Gemäß des Potsdamer Abkommens entwaffneten chinesische Truppen Japaner im Norden, Briten im Süden. Dann begannen tausende französische Soldaten, aus japanischer Kriegsgefangenschaft befreit, mit der Rückeroberung des Südens und stellten die Macht Frankreichs wieder her.

Im Januar 1946 fanden im Norden Wahlen statt, die die Viet Minh mit überwältigender Mehrheit gewannen und Ho Chi Minh zum Präsident machten. Die Franzosen erkannten die Demokratische Republik Vietnam zwar als „als autonomen Staat innerhalb der französischen Union“ an. Nichtsdestotrotz gründeten sie im Juni 1946 im Süden einen eigenen Staat namens Cochinchina. Im November 1946 nahm Frankreich einen Interessenkonflikt über Importzölle zum Anlass, die Hafenstadt Haiphong zu bombardieren. Der erste Indochina-Krieg begann.

Der Verlauf des ersten Indochina-Krieges

Als Frankreich Hanoi eroberte, flüchtete die dortige Regierung ins Hinterland. Von dort aus führte General Vo Nguyen Giap mit großer Unterstützung der Bevölkerung einen Guerillakrieg gegen die Truppen Frankreichs. Die Kämpfe, die fast ausschließlich im Norden Vietnams stattfanden, konnte keine der beiden Seiten für sich entscheiden.

Im September 1949 stellte Frankreich eine eigene Regierung unter Führung des vietnamesischen Kaisers Bao Dai auf. Nachdem Mao Zedong im Oktober 1949 die kommunistische Volksrepublik China ausrief, erkannten China und die Sowjetunion die Demokratische Republik Vietnam an und unterstützten Ho Chi Minhs Regierung. Da die Westmächte nun befürchteten, dass Indochina kommunistisch werden könnte, erhielt Frankreich Unterstützung seitens der USA. 1954 verwendet der US-Präsident Eisenhower zum ersten Mal den Begriff der „Domino-Theorie; sie besagt, dass – wenn ein Land kommunistisch wird – auch die Nachbarländer wie Dominosteine fallen würden.

Die Schlacht von Dien Bien Phu 1954

Nach jahrelangem Guerillakrieg suchten die Franzosen in der Schlacht von Dien Bien Phu 1954 die Entscheidung. Dien Bien Phu, in den Bergen des Nordwestens unweit der Grenze zu Laos gelegen, galt als eine uneinnehmbare Festung. Rund 20.000 französische Soldaten und technische Ausrüstung wurden nach Dien Bien Phu geflogen. Währenddessen bauten die mehrere zehntausend Mann starken Truppen von General Vo Nguyen Giap, mit Unterstützung der örtlichen Bevölkerung, unbemerkt in der Umgebung schwere Geschütze auf und legten Gräben und Dschungelwege zur Versorgung an. Ab dem 13. März 1954 nahmen die Vietnamesen die französische Bastion heftig unter Beschuss, zerstörten die Landebahnen der Flugplätze und schnitt die Franzosen so vom Nachschub ab. Nach 55tägiger Belagerung gaben die Franzosen am 7. Mai auf. Der erste Indochina-Krieg war mit einer Niederlage Frankreichs zu Ende gegangen.

Die Genfer Konferenz

Nur einen Tag später begann am 8. Mai 1954 die Genfer Konferenz. Auf dem auch Indochina-Konferenz genannten Treffen entschieden Vertreter von Frankreich, Großbritannien, China, den USA, der Sowjetunion sowie aus Vietnam, Kambodscha und Laos über die Zukunft der Region. Sie beschlossen im Juli 1954 das Ende der Kämpfe und die Unabhängigkeit der Länder Indochinas, wodurch die französische Kolonialherrschaft endete. In den Ländern sollte es freie Wahlen und keine ausländischen Militärstützpunkte geben. Vietnam wurde entlang des 17. Breitengrades provisorisch geteilt. Die USA und Südvietnam unterzeichneten das Abkommen allerdings nicht.

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