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Die französische Kolonialzeit (bis 1945) PDF Drucken E-Mail

Anfang des 20. Jahrhunderts kam es häufiger zu Aufständen. 1930 gründete Ho Chi Minh die Kommunistische Partei, 1941 die Liga für die Unabhängigkeit Vietnams (Viet Minh). Schon in den 40er Jahren schwindet Frankreichs Einfluss: Vietnam stand im Zweiten Weltkrieg unter japanischer Kontrolle und wurde nach Kriegsende am 17. Breitengrad geteilt. Ho Chi Minh erklärte in Hanoi die Unabhängigkeit; die französische Kolonialzeit endete jedoch erst 1954 nach dem Indochinakrieg.

Widerstand und Parteigründung

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder Aufstände, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Intellektuelle, Studenten (die Universitäten im Ausland besucht hatten), die machtlosen Kaiser, deren Beamte und die verarmte Bevölkerung lehnten sich gegen die französische Kolonialmacht auf. 1926 bestieg mit Bao Dai der letzte Kaiser der Nguyen-Dynastie den Thron. 1930 wurden zwei Aufstände, die von Nationalisten beziehungsweise Kommunisten organisiert waren, brutal beendet.

1930 gründete Ho Chi Minh in Hongkong die Kommunistische Partei Indochinas. Er trug damals noch den Namen Nguyen Ai Quoc und hatte viele Jahre in Paris und Moskau verbracht. Als Ho Chi Minh 1941 nach Vietnam zurückkehrte, rief er die Liga für die Unabhängigkeit Vietnams (Viet Minh) ins Leben.

Vietnam im Zweiten Weltkrieg

Seit 1940 hielt Japan Vietnam besetzt. Japan hatte in den 1930er Jahren bereits Korea und Teile von China erobert. Als Japans Kriegsverbündeter Deutschland zu Beginn des Zweiten Weltkriegs Frankreich einnahm, übernahm Japan in deren Kolonie die militärische Oberhand; die administrative Verwaltung blieb aber in der Hand der Franzosen. In den Kriegsjahren führten die massiven Reisexporte Japans in Vietnam zu großen Hungersnöten.

Kriegsende in Vietnam

Gegen Kriegsende gab es einige Machtwechsel. Im März 1945 setzten die Japaner die französischen Verwalter ab und den vietnamesischen Kaiser Bao Dai ein. Die Viet Minh kämpften mit Unterstützung der USA im Norden gegen die Japaner und hatten im Juni sechs Provinzen unter ihrer Kontrolle. Im Juli aber wurde auf der Potsdamer Konferenz die Teilung Vietnams am 17. Breitengrad beschlossen; China sollte den Norden, Großbritannien den Süden kontrollieren. Am 15. August kapitulierte Japan.

Die Unabhängigkeitserklärung

Wenige Tage später starteten die Viet Minh am 19. August die Augustrevolution. Die Viet Minh eroberten rasch weite Teile des Landes. Sie brachten Kaiser Bao Dai dazu, am 25. August abzudanken und ihnen offiziell die Macht zu übertragen. Am 2. September 1945 rief Ho Chi Minh die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Vietnam aus.

Aufgrund des Potsdamer Abkommens befanden sich nun britische, französische und chinesische Truppen in Vietnam. Außerdem wollte die französische Kolonialmacht ihren Anspruch nicht kampflos aufgeben.

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