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Die Dynastien im 10. bis 15. Jahrhundert PDF Drucken E-Mail

Vom 10. bis ins 19. Jahrhundert war „Dai Viet“ fast ununterbrochen ein unabhängiger Staat, den wechselnde Königs-Dynastien regierten. Die ersten Jahrhunderte waren vom Aufbau von Gesellschaft und Wirtschaft, der Entwicklung einer vietnamesischen Kultur, aber auch Kriegen und der Expansion nach Süden geprägt.

Die Anfänge der Unabhängigkeit

General Ngo Quyen, der 938 die Chinesen vertrieben hatte und erster König des unabhängigen Vietnams war, starb 944. Nach anarchischen Jahren vereinte Fürst Dinh Bo Linh das Reich 968 wieder und regierte bis zu seinem Tod 679. Sein Nachfolger Le Dai Hanh wehrte Angriffe aus China und aus Champa ab und eroberte 982 sogar die Champa-Hauptstadt Indrapura (nahe dem heutigen Danang).

Die Ly-Dynastie (1009-1224)

1009 begann mit König Ly Thai To einer der längsten Dynastien der vietnamesischen Geschichte. Ly Thai To verlegte die Hauptstadt Thang Long (das heutige Hanoi) an den Roten Fluss und nannte das Land „Dai Viet“ (Große Fürstentümer). Ly Thai To und seine Nachfolger bauten eine öffentliche Verwaltung sowie ein Rechts- und Steuersystem auf. Der 1070 gegründete Literaturtempel, der noch heute zu besichtigen ist, diente als Universität, die Adelige für den Staatsdienst ausbildete; Kinder ärmerer Schichten erhielten in buddhistischen Klöstern Schulbildung. Neu angelegte Deiche schützten die Reisfelder. Anfang des 13. Jahrhunderts ging die Königskrone durch Heirat in die Tran-Dynastie über.

Die Tran-Dynastie (1225-1293)

Die ersten Jahrzehnte unter König Tran Thai Tong, der bis 1258 regierte, waren stabil. Schulen führten die Zeichenschrift ein, Literatur, Dichtkunst und Musik entwickelten sich. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts jedoch musste das Land drei Angriffe der Mongolen abwehren. 1257 besetzten mongolische Soldaten die Hauptstadt kurzzeitig. 1285 und 1287 konnte der vietnamesische General Tran Hung Dao die Truppen Kublai Khans erfolgreich abwehren. Hungersnöte in der Bevölkerung führten zu Auswanderungen in Richtung Süden und zu Aufständen, die 1397 letztlich die Tran-Dynastie beendeten.

China und die Le-Dynastie (ab 1428)

Nach einer kurzen Amtszeit des Königs Ho Quy Ly marschierten chinesische Soldaten ein. Die Ming-Kaiser schlossen das Dai Viet an die Provinz Giao Chi an, verboten die vietnamesische Sprache und zerstörten Kulturgüter. Mit dem Lam-Son-Aufstand unter Führung des Grundbesitzers Le Loi wurden die Chinesen vertrieben. Le Loi bestieg 1428 unter dem Namen Le Thai To den Königsthron. Er begründete die Le-Dynastie, die als längste der vietnamesischen Geschichte fast durchgehend bis 1789 Bestand hatte. Die Le-Könige führten bereits im 15. Jahrhundert zahlreiche Reformen durch und setzten Rechts- und Besitzregelungen in Kraft, die bis zur französischen Kolonialzeit Gültigkeit besaßen. 1471 eroberten sie die Champa-Hauptstadt Vijaya (bei Quy Nhon) und kontrollierten damit einen Großteil des Champa-Reiches.

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