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China, Funan und Champa PDF Drucken E-Mail

Im ersten Jahrtausend nach Christi war der Norden von der chinesischen Herrschaft geprägt. Im Süden entstanden die hinduistisch beeinflussten Reiche Funan und Champa, deren Türme und Statuen bis heute zu sehen sind.

Die chinesische Herrschaft

Erst fast ein Jahrhundert später (111 vor Christi) gliederte die Han-Dynastie Nam Viet als Präfektur in das chinesische Reich ein. Während der fast tausend Jahre dauernden Zugehörigkeit wanderten viele Chinesen in den Norden ein. Sie prägten das Land vor allem kulturell und brachten den Konfuzianismus, das Politik- und Bildungssystem und die Schriftzeichen, aber auch technische Neuerungen (beispielsweise in der Architektur und im Ackeranbau) mit.

Es kam immer wieder zu Aufständen gegen die Chinesen. So führte der Aufstand der berühmten Trung-Schwestern 40-43 nach Christi zu kurzzeitiger Unabhängigkeit. 544 nutzte ein Adeliger die politische Schwäche Chinas und proklamierte ein Kaiserreich, das jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte. 679 machte der Kaiser der Tang-Dynastie Nam Viet zum Generalprotektorat und benannte es in An Nam („Befriedeter Süden) um; diesen Namen verwendete auch die Kolonialmacht Frankreich später. Nachdem 906 die Tang-Dynastie endete und ihr Reich zerfiel, erreichte Vietnam wieder die Unabhängigkeit. Der heute als Nationalheld verehrte General Ngo Quyen vertrieb 938 in einer Schlacht die letzten chinesischen Truppen und wurde zum ersten König eines unabhängigen vietnams gewählt.

Lesen Sie weiter: Über die vietnamesischen Dynastien im 10. bis 15. Jahrhundert >

Das Reich Funan

Zur Zeit der frühen Viet-Reiche im Norden sind auch im Zentrum und im Süden des heutigen Vietnam Reiche entstanden. Im Mekong-Delta kam im 1. Jahrhundert das Reich Funan auf, ein Vorläufer des mächtigen Angkor-Reiches der Khmer. Funan profitierte offenbar von Händlern, deren Segelschiffe zwischen China, Indien und Vorderasien verkehrten und die im Mekong-Delta auf günstige Winde warteten. Die Bewohner kultivierten die Landschaft und legten Reisfelder, ein Bewässerungssystem und Kanäle an. Bis zum 3. Jahrhundert dehnte sich Funan über die Gebiete des heutigen Kambodscha, Laos, Thailand und Malaysia aus. Die Ausbreitung von Hinduismus und Buddhismus spiegelte sich im Gesellschaftssystem, Tempeln und Kunstgebilden wider, von denen nur wenige erhalten sind. 550 beginnt der Niedergang von Funan. Im Großraum des heutigen Kambodscha und südlichen Vietnam übernimmt zuerst das Reich Chenla die Macht, die ihr Zentrum im südlichen Laos hat. Vom 9. bis zum 15. Jahrhundert regieren die mächtigen Khmer-Könige mit Sitz in Angkor.

Das Reich Champa

Die erste geschichtliche Erwähnung der Cham war im 2. Jahrhundert. Es gab eine Vielzahl kleiner Fürstentümer, die in Hafenstädten und an Flussmündungen entlang der Küste des heutigen Zentralvietnam ansässig waren. Wie Funan konzentrierte sich Champa auf den Seehandel und wurde bald wohlhabend und vom Hinduismus geprägt. Gut erhaltene Tempelanlagen aus dieser Zeit sind noch heute bei Hoi An, Nha Trang, Phan Rang und Phan Thiet zu sehen. Doch ständige Kriege mit den Nachbarn, den Khmer im Westen und den Viet im Norden, schwächten Champa zusehends und führten im 15. Jahrhundert zu seinem Untergang. Einzelne bestehen gebliebene Fürstentümer gingen spätestens im 19. Jahrhundert in Vietnam auf.