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Die Frühgeschichte bis 208 v. Chr. PDF Drucken E-Mail

Zahlreiche Funde aus der Stein- und Bronzezeit zeigen, dass Vietnam schon vor zehntausenden Jahren bewohnt war. Im Norden Vietnams entstanden die frühen Reiche Van Lang und Au Lac.

Die Steinzeit

Schon weit vor Christi Geburt wohnten die ersten Siedler in den Höhlen der Karstbergregionen im heutigen Norden Vietnams. Ihre Kulturen benannten Archäologen nach Orten, an denen sie Funde wie Werkzeuge und Knochen machten. Bislang bekannt sind drei steinzeitliche Kulturen. Am ältesten ist die Dieu-Kultur, aus der rund 30000 Jahre alte Relikte stammen, die Forscher in der Dieu-Höhle in der Provinz Hoa Binh südlich von Hanoi gefunden haben. Ab 16000 vor Christi entstand in der Region die Hoa-Binh-Kultur, deren Steinwerkzeuge in weiten Teilen Südostasiens verbreitet waren. Ab 10000 vor Christi existierte in der heutigen nordöstlichen Provinz Lang Son die Bac-Son-Kultur, die bereits Steinäxte und Keramiken kannten.

Die Bronzezeit

In der Bronzezeit ab 1500 vor Christi sind zwei Kulturen entstanden. In Zentral- und Südvietnam lebten von 1000 bis 200 vor Christi Angehörige der Sa-Huynh-Kultur. Sie gelten als Vorfahren der Cham, lebten an der Küste und trieben Handel. Funde zeigen, dass sie bereits Äxte, Schwerter, Speere und Messer aus Eisen verwendeten. Der Name stammt von dem Dorf Sa Huynh, zwischen Danang und Quy Nhon gelegen, in dem Forscher Anfang des 20. Jahrhunderts 200 Urnengräber entdeckten. Fundstücke der Sa-Huynh-Kultur sind heute im Museum der Sa-Huynh-Kultur in Hoi An zu sehen.

Ungefähr zur gleichen Zeit war im nördlichen Vietnam die Dong-Son-Kultur beheimatet. Das Dorf Dong Son, nach dem sie benannt ist, liegt in der Provinz Thanh Hoa südlich von Hanoi. Diese Kultur ist für besonders reich verzierte Metallarbeiten bekannt. Archäologen fanden kunstvoll dekorierte Gefäße, Schmuckstücke und Waffen. Berühmt ist die Dong-Son-Kultur für die Bronzetrommeln, die in viele Gegenden Südostasiens exportiert wurden. Einige Exemplare sind im Historischen Museum in Hanoi ausgestellt.

Die frühen Reiche: Van Lang und Au Lac

Das erste Königreich hieß der Legende nach Van Lang und umfasste den größten Teil des heutigen Nordens von Vietnam. Es lag südlich mehrerer chinesischer Fürstentümer, deren Bezeichnung „Yue“ (vietnamesisch: „Viet“) später zum Namen des Landes führten; „nam“ bedeutet abgeleitet vom chinesischen „nan“ Süden.

Die Dynastie der Van Lang-Könige endete, als im 3. Jahrhundert Angehörige der Au Viet aus dem Süden Chinas einwanderten. 258 vor Christi gründeten sie das Reich Au Lac, dessen Name sich aus den beiden Volksstämmen Au Viet und Lac Viet zusammensetzt. 50 Jahre später eroberte ein chinesischer Kaiser der Qin-Dynastie Au Lac und benannte es in Nam Viet („Land im Süden“) um.

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