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So feiern die Vietnamesen Tet

Banh Chung (Tet-Kuchen) © Nguyen Thanh QuangDas wichtigste Fest des Jahres verbringen die Vietnamesen mit gutem Essen im Kreis der Familie. Geschäfte bieten rot-goldene Tet-Dekoration, spezielle Gerichte wie den Tet-Kuchen (Foto) und Orangenbäumchen an. Hier erfahren Sie, wie die Vietnamesen das Tet-Fest begehen, wie sie ihr Haus schmücken und welche Spezialitäten auf den Tisch kommen.

Die Vorbereitungen für das Tet-Fest beginnen schon weit im Voraus. Um das alte Jahr abzuschließen, machen die Familien Hausputz, legen Streitigkeiten bei und tilgen ihre Schulden. Verwandte, die in anderen Landesteilen oder im Ausland leben, reisen für die Feiertage nach Hause zu ihren Familien. Viele besuchen die Gräber ihrer Ahnen, um sie zu den Feierlichkeiten nach Hause einzuladen. Sie kaufen die Zutaten für das Festessen, neue Kleider für die Kinder und spezielle Gegenstände für die Tet-Feierlichkeiten. So erhält der Küchengott für seine Himmelsreise Papiergeld und -kleidung sowie einen lebenden Karpfen, der entweder im Fluss freigelassen oder auf dem Hausaltar dargeboten und dann verspeist wird. Das Haus wird mit rot-bunten Spruchbändern geschmückt. Da das Neujahrsfest als Frühlingsbeginn gilt, werden die Häuser mit Orangen- und Kumquat-Bäumchen, dekorierten Bambusstämmen und Zweigen mit Pfirsich- oder Aprikosenblüten geschmückt.

In der Silvesternacht begrüßen die Familien die neue, vom Jadekaiser verkündete Hoheit mit Opfergaben unter freiem Himmel. Um böse Geister zu vertreiben, zündeten sie um Mitternacht Feuerwerkskörper. Da es dabei in der Vergangenheit oft Verletzte gegeben hatte, gibt es seit 1995 statt dessen offizielle Feuerwerke.

Das neue Jahr beginnt mit dreitägigen Familienfeierlichkeiten. Man besucht Familienangehörige, Freunde, seine Geschäftspartner und Lehrer. Da der erste Gast des Jahres Glück bringt, laden manche Familien einen wohlhabenden Verwandten oder Ehrengast ein. Auch gilt Tet auch als jedermanns Geburtstag, denn viele Vietnamesen kennen ihr wahres Geburtsdatum nicht. Kinder erhalten während der Feiertage rot-goldene Umschläge mit Geldgeschenken. Am dritten Feiertag verbrennen Familien Papiergeld, -kleidung und -luxusgüter, um sie ihren Ahnen mit auf den Weg zurück ins Jenseits zu geben.

Die Tet-Spezialitäten

Zum Neujahrsfest bringen die Familien drei Tage lang gutes und reichliches Essen auf den Tisch. Nicht fehlen darf der traditionelle Tet-Kuchen, den die Familien kurz vor Neujahr gemeinsam zubereiten. Er ist mit Klebreis, Schweinefleisch und Sojabohnen gefüllt und wird in einem Bananenblatt gekocht. Im Norden Vietnams ist der Tet-Kuchen quadratisch und heißt „Banh Chung“, im Süden wird er als „Banh Tet“ zu einer Rolle geformt. Getrocknete, kandierte Früchte und Nüsse werden zum Tee gereicht oder in dekorativen Tüten verschenkt. Rot gefärbte Melonenkerne sind als Tet-Snack beliebt. Ein bunter Obstkorb schmückt den Hausaltar.