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Zug nach Sapa © Viajar24h Eine der beliebtesten Arten zu reisen:
Mit der Bahn durch Vietnam

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Mit der Bahn durch Zentralvietnam © Santi LlobetAuch wenn es nur wenige Bahnlinien gibt – eine Bahnfahrt ist Vietnam ist ein Erlebnis, das in den vergangenen Jahren komfortabel und preiswert geworden ist. Und pünktlich sind die Züge auch. Landschaftlich besonders attraktiv ist die Strecke von Hue nach Danang.

 

Die lange Strecke zwischen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt

Die Hauptbahnlinie führt über 1.700 Kilometer von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Der so genannte "Wiedervereinigungs-Express" benötigt für die Strecke zwischen 30 und 41 Stunden. Daher entscheiden sich viele Reisende, nur eine Teilstrecke mit der Bahn zu fahren. Besonders beliebt sind die Nachtzüge von Hanoi nach Hue und tagsüber die landschaftlich schöne Küstenstrecke von Hue nach Danang. Außerdem liegen die meisten Haltestellen entlang der Strecke Hanoi-Ho-Chi-Minh-Stadt in der Nähe interessanter Sehenswürdigkeiten (Reihe von Nord nach Süd):

  • Ninh Binh: Tam Coc (Höhlen), Cuc Phong Nationalpark
  • Dong Hoi: Phong Nga-Ke Bang Nationalpark
  • Hue: Kaiserstadt
  • Danang: China Beach, Hoi An, Cham-Tempel von My Son
  • Dieu Tri: Strände von Quy Nhon
  • Nha Trang: Badeort
  • Muong Ma: Badeorte Phan Thiet und Mui Ne

Je sechs Expresszüge fahren täglich in jede Richtung. Die mit ungeraden Nummern südwärts (SE1, SE3, TN1 etc.), die mit geraden Nummern nordwärts (SE2, SE4, TN2 etc.). SE-Züge sind neuer, schneller und komfortabler als die TN-Züge. SE-Züge haben vier Klassen: "Soft Sleeper" (klimatisierte Vier-Bett-Abteile, von Reisende besonders für Nachtfahrten bevorzugt), "Hard Sleeper" (klimatisierte Sechs-Bett-Abteile), "Soft Seat" (gepolsterte Sitze im klimatisierten Großraumwaggon) und „Hard Seat“ (Sitzbänke im unklimatisierten Großraumwaggon). Für die Verpflegung, die nur für "Soft Sleeper"-Passagiere im Preis inbegriffen ist, sorgen ein Bordrestaurant und an jedem Haltebahnhof fliegende Händler. In den älteren TN-Zügen fehlt das Bordrestaurant, auch verfügen nicht alle Züge über klimatisierte Schlafwagen.

An die Züge SE1 und SE2 hängt die Firma Livitrans nun zwischen Hanoi, Hue und Danang einen Schlafwagen für Touristen mit komfortablen Vier-Bett-Kabinen an. Zwischen Ho-Chi-Minh-Stadt, Nha Trang und Quy Nhon bietet "Golden Train" luxuriöse Waggons an, die über vier Klassen verfügen – von der Private Suite bis zum Großraumabteil. Sie sind allerdings an langsame Regionalzüge angehängt.

Zug vor der Landzunge von Lang Co in Zentralvietnam © Emilio LabradorDa die Züge reservierungspflichtig und Plätze manchmal knapp sind, sollte man Fahrkarten insbesondere für Schlafwagenabteile einige Tage im Voraus buchen. Sie sind an den Bahnhöfen erhältlich oder können bequem gegen einen kleinen Aufpreis von örtlichen Reisebüros besorgt werden, zum Teil auch schon von Europa aus via Email und Kreditkartenzahlung. Tickets für Luxuszüge sind bei deren Verkaufsbüros oder ebenfalls über Reisebüros buchbar. Die Ticketpreise sind abhängig von der Zugschnelligkeit und vom Bett, aber um eine Vorstellung zu geben: Die einfache Fahrt auf der längsten Strecke des Landes (Hanoi-Ho-Chi-Minh-Stadt) im unteren (teuersten) Bett eines „Soft Sleepers“ kostet 29 Euro.

Von Hanoi zu den Bergdörfern des Nordwestens

Die zweite für Reisende interessante Bahnstrecke führt von Hanoi nach Lao Cai an der chinesischen Grenze. In der Gegend sind viele Bergstämme beheimatet, die die meisten Reisenden von Sapa aus besuchen, das nur eine Autostunde von Lao Cai entfernt liegt. Täglich fahren vier Züge in beide Richtungen. Der Tageszug (LC3/4) verfügt nur über unklimatisierte "Hard" und "Soft Seats", die anderen (LC3/4 und SP1-4) auch über klimatisierte Schlafwagen. Für die 295 Kilometer lange Strecke benötigt die Bahn acht bis zehn Stunden. Von Lao Cai aus führen die Bahngleisen weiter durch die südwestchinesische Provinz Yunnan bis nach Kunming.

Mittlerweile bieten diverse Unternehmen auf der Strecke komfortable Waggons für Reisende an. Am luxuriösesten ist der „Victoria Express Train“ für Gäste des "Victoria Sapa Resort" in Sapa. Livitrans betreibt einen eigenen Zug mit Zwei- und Vier-Bett-Kabinen. Die anderen, günstigeren Anbieter (wie Fanxipan Express, King Express, Ratraco, Royal, TCS und Tulico) hängen jeweils einen oder zwei Waggons an einem regulären Zug an. Tickets für die regulären Züge nach Lao Cai sind am Bahnhof erhältlich, für die Luxuszüge (ab 20 Euro pro Strecke) bei den Verkaufsbüros und in Reisebüros.

Weitere Routen im Norden

Von Hanoi aus verkehren Züge ins 100 Kilometer entfernte Haiphong. Von der Hafenstadt  starten die Fähren nach Cat Ba, der größten Insel der Halongbucht. Die Fahrtzeit beträgt fast drei Stunden. Die Züge haben "Hard Seats" und "Soft Seats". Tickets sind an den Bahnhöfen Hanoi und Haiphong erhältlich.

Hanoi ist – neben der Verbindung via Lao Cai – auch Startpunkt für weitere Züge in Richtung China. Mehrmals die Woche legen Züge die 3.000 Kilometer lange Strecke zwischen Hanoi und Beijing zurück. Sie überqueren bei Dong Dang die Grenze und halten unter anderem in Nanning und Guilin. Ein Übernachtzug verkehrt täglich zwischen Hanoi und Nanning.

Fotos: Santi Llobet/ Wikimedia; Emilio Labrador/ Wikimedia