Grenzübergänge zu den Nachbarländern Drucken

Grenzübergang Vietnam-Kambodscha © Nguyen Thanh QuangZwischen Vietnam und seinen Nachbarländern China, Laos und Kambodscha gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Übergänge, an denen ausländische Urlauber die Grenze passieren können. Weitere Schlagbäume öffnen sich derzeit nur für Einheimische, die im "kleinen Grenzverkehr" unterwegs sind. Das Visum muss in der Regel bereits im Pass sein, denn nur an der Grenze in Richtung Kambodscha und an einigen Übergangen in Richtung Laos stellen die Grenzbeamten ein so genanntes Visa-upon-arrival aus. Die Öffnungszeiten liegen in etwa bei 7 bis 17 Uhr.

Da sich die Gegebenheiten jederzeit ändern können, sollten sich Reisende unbedingt vor Ort oder bei der Botschaft rückversichern.

Kambodscha

Der Grenzübergang Moc Bai-Bavet liegt 75 Kilometer nordwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die meisten Reisenden überqueren hier die Grenze, da Moc Bai-Bavet an der Hauptverkehrsstraße zwischen Phnom Penh und Ho-Chi-Minh-Stadt liegt. Busse, die morgens und vormittags in beide Richtungen starten, verbinden die beiden Städte in sechs bis acht Stunden.

Wer im Mekong-Delta die kambodschanisch-vietnamesische Grenze übertritt, tut dies meist in Vinh Xuong-Kaam Samnor. Zwischen Phnom Penh und Chau Doc, einem Flussort 30 Kilometer von der Grenze entfernt, verkehren langsame Flussschiffe, Speedboate und luxuriöse Kreuzfahrtschiffe. Der Grenzerhäuschen stehen praktischer Weise direkt am Fluss. Der etwas südlich davon gelegene Übergang Nha Bang/Tinh Bien-Phnom Denh lohnt sich nur für Reisende von und nach Takeo.

An der Küste liegt der neu eröffnete Grenzübergang Ha Tien/Xa Xia-Prek Chak. Er ist interessant für Reisende, die zwischen dem kambodschanischen Badeort Kep oder Kampot (Bokor Hill Nationalpark) und der Insel Phu Quoc oder dem Mekongdelta unterwegs sind. Allerdings sind die Straßen auf kambodschanischer Seite schlechte Sandpisten, die in der Regenzeit selbst für Motorräder schwer passierbar sind. Busverbindungen gibt es noch nicht, man ist auf Taxis und Motorradtaxis angewiesen.

Ebenfalls recht neu ist der nördlichste Grenzübergang zwischen Kambodscha und Vietnam in Le Tanh-O Yadaw. Er liegt auf dem Weg zwischen Pleiku und Banlung in Ratanakiri. Auf vietnamesischer Seite fahren öffentliche Busse, während man auf kambodschanischer Seite auf Taxis und Motorradtaxis angewiesen ist.

Zwei weitere Grenzübergänge liegen etwas abseits der üblichen Routen. Xa Mat- Trapeang Phlong bietet sich an, wenn man auf dem Weg zwischen Kampong Cham und Ho-Chi-Minh-Stadt die Cao Dai-Tempel in Tay Ninh besuchen möchte. Die Strecke von Kratie und Snoul nach Ho-Chi-Minh-Stadt ist über den Grenzübergang Loc Ninh-Trapeang Sre möglich.

Laos

Der Grenzübergang Lao Bao-Dansavan im Zentrum Vietnams liegt auf der Strecke zwischen Savannakhet, Dong Ha und Hue. Er ist der beliebteste Grenzübergang zwischen Laos und Vietnam, da nur hier eine durchgehende, internationale Busverbindung gibt (9 Stunden Fahrtzeit). Der Bus ab Savannakhet startet spät abends, so dass in der Nacht einige Stunden Wartezeit bis zur Öffnung der Grenze anstehen. Ein Visa-upon-arrival ist in Richtung Laos erhältlich.

Zwischen den Hauptstädten Vientiane und Hanoi verkehren Busse, die die Grenze in Cau Treo-Nam Phao passieren. Für die Fahrtstrecke via Vinh benötigen die Busse allerdings 24 Stunden. Viele Reisende raten wegen der überfüllten Fahrzeuge und dem rasanten Fahrstil der Fahrer von dieser Verbindung ab. Ein Visum-upon-arrival ist für Laos erhältlich.

Eine interessante Route ermöglicht der relativ neue Grenzübergang Tay Trang-Sop Hun. Hier kann man von Luang Prabang in Nordlaos über Muang Xai nach Dien Bien Phu und weiter nach Sapa im Nordwesten Vietnams reisen. Ein Visa-upon-arrival für Laos ist erhältlich.

Über den Grenzübergang Nam Can-Nong Haet lassen sich die Tonkrügeebene in Phonsavan (Laos) mit Vinh und Hanoi verbinden. Ein Visa-upon-arrival ist in Richtung Laos erhältlich.

Um Südlaos mit dem zentralen Hochland Vietnams zu verbinden, bietet sich der südlichste Übergang Bo Y-Phou Keua an. Er liegt auf der Route zwischen Pakse, Attapeu am Bolaven-Plateu und Kon Tum, Pleiku und Quy Nhon. Es gibt direkte Verbindungen  Pleiku-Attapeu und Quy Nhon-Pakse.

Die weiteren Grenzübergänge sind bislang noch von wenigen Touristen genutzt worden. Cha Lo-Na Phao liegt in Zentralvietnam auf dem Weg zwischen dem nördlich von Hue gelegenen Dong Hoi und Tha Kaek. Nam Xoi-Na Meo verbindet das laotische Sam Neua und Vieng Xai mit den berühmten Höhlen mit Hanoi.

China

An der chinesisch-vietnamesischen Grenze gibt es drei Übergänge, die ausländische Reisende benutzen können. Im Nordwesten, nahe Sapa, befindet sich der Übergang Lao Cai-Hekou. Auf vietnamesischer Seite gibt es Zug- und Busverbindungen nach Lao Cai (acht bis neun Stunden Fahrtzeit). Auf chinesischer Seite existieren Busverbindungen nach Kunming.

Wer den Zug von Peking oder Nanning nach Hanoi nimmt, überquert die Grenze am Freundschaftspass von Yougi Guan-Huu Nhgi Quen bei Dong Dang und Lang Son im Nordosten Vietnams. Busse fahren von Hanoi nach Nanning. Das Procedere an der Grenze kann bis zu drei Stunden dauern.

Der im äußersten Nordosten gelegene Übergang Mong Cai-Dong Xing wird nur selten von Reisenden genutzt. Er liegt auf dem Weg zwischen der Halongbucht und der chinesischen Urlaubsinsel Hainan.

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Foto: Nguyen Thanh Quang/ Wikimedia