Krankheiten in Vietnam Drucken

Wie in den meisten Ländern Südostasiens gibt es auch in Vietnam einige Krankheiten, über die sich Urlauber vor der Abreise informieren sollten. Hier einige der wichtigsten Krankheiten in alphabetischer Reihenfolge.

Cholera und Durchfall

Verunreinigungen in Trinkwasser und Lebensmitteln können zu Durchfall führen. Daher sollten Reisende nur abgekochtes Wasser trinken oder Mineralwasser in Flaschen kaufen. Bei Hygienebedenken sollte auf Eiswürfel, Speiseeis, geschnittenes Obst, nicht heiß genug zubereitetes, ungewaschenes oder verdorbenes Essen verzichtet werden. Während und nach der Regenzeit treten vermehrt Durchfallerkrankungen auf. Gegen Durchfall hilft ein Mix aus Flüssigkeit, Zucker und Salz (probate Mittel sind auch Elektrolytpulver und Tabletten, die in Apotheken erhältlich sind). Die Impfung gegen Cholera gehört hierzulande zur Grundimmunisierung, die regelmäßig aufgefrischt werden sollte.

Dengue

Neben Malaria ist das Denguefieber die in Südostasien wohl am weitesten verbreitete Viruskrankheit. Die tagsüber aktive Aedes-Mücke überträgt den Erreger, der Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschlag auslöst. Besten Schutz vor Stichen bieten (ebenso wie bei Malaria) Mückenschutzmittel, langärmlige Kleidung und Moskitonetze. Über eventuelle Dengue-Epidemien sollte man sich vor der Reiseplanung beispielsweise bei Tropeninstituten informieren. Eine Impfung gibt es nicht.

HIV/ AIDS

Die Zahl der HIV-Infizierten steigt in Vietnam und liegt Schätzungen zufolge bei über 300.000. Der Großteil sind junge Menschen unter 30 Jahren. Unter Drogenabhängigen und Prostituierten ist HIV/ AIDS weit verbreitet. Daher sollte man sich unbedingt schützen und Kondome sowie saubere Spritzen und Kanülen (auch für Krankenhausaufenthalte und Arztbesuche) mitbringen. Von Bluttransfusionen sollte möglichst abgesehen werden.

Japanische Enzephalitis

Die von Culex-Mücken übertragene Virusinfektion ist in Südost- und Ostasien weit verbreitet. Touristen sind allerdings kaum gefährdet. Die Übertragung auf den Menschen geschieht vor allem durch Haustiere (wie Schweinen), weswegen Langzeitreisende auf dem Land gefährdet sind. Die Trockenzeiten sind ungefährlich, da die meisten Erkrankungen während und zum Ende von Regenzeiten auftreten. Mückenschutz (wie bei Dengue) ist angeraten. Bei längeren Aufenthalten ist eine Impfung erwägenswert.

Malaria

Siehe Malaria >

Vogelgrippe

Die klassische Geflügelpest betrifft seit einigen Jahren auch Vietnam. Seit den ersten Erkrankungen Ende 2003 wurden immer wieder Ausbrüche von H5N1 und vereinzelte Todesfälle registriert. Die Vogelgrippe wird durch direkten Kontakt zu infiziertem Geflügel übertragen. Daher sollten Reisende die Nähe zu Vögeln vermeiden und beim Besuch von Geflügelmärkten Vorsicht walten lassen.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.