Sehenswürdigkeiten in Hue Drucken

Grabanlage von Minh MangFast jede der Top-Sehenswürdigkeiten in Hue gehört zum Weltkulturerbe: Die Verbotene Stadt, die Thien-Mu-Pagode und die schönsten Kaisergräber. Die UNESCO hat in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten viele dieser Stätten aufwändig restauriert und rekonstruiert. Die Verbotene Stadt und die Zitadelle liegen mitten in der Innenstadt und sind bequem zu Fuß zu erkunden. Zu den Pagoden und den Kaisergräbern kommt man mit dem Boot und Motorradtaxis.

Die Verbotene Stadt und die Zitadelle

Kaiser Gia Long ließ Anfang des 19. Jahrhunderts am Nordufer des Parfümflusses einen Palast nach chinesischen Vorbild bauen. Die purpurfarbene Verbotene Stadt war nur dem Kaiser und wenigen Vertrauten zugänglich. In der rund einen Quadratkilometer großen Kaiserstadt, die von einer Mauer und einem Graben umgeben ist, residierten die  Angehörigen, Konkubinen und Eunuchen. In der sechs Quadratkilometer großen Zitadelle lebte der Hofstaat.

Die Zitadelle ist von einer sechs Meter hohen Mauer und einem Graben umgeben. Die meisten der Tempel, Pavillons und Paläste im Inneren wurden allerdings im Vietnamkrieg zerstört. Doch so manche sind bislang wieder aufgebaut oder restauriert worden. Betritt man heute – vom Parfümfluss kommend – das Gelände durch das Mittagstor, gelangt man direkt zur Halle der höchsten Harmonie mit dem kaiserlichen Thron. Dahinter sind in der Verbotenen Stadt der Lesepavillon und das kaiserliche Theater zu sehen, in dem heute Tanz- und Musikaufführungen stattfinden. Auch einige Tempelgebäude entlang der Seitenmauern sind bereits restauriert worden.

Die Thien Mu Pagode

Rund vier Kilometer flussaufwärts steht die Thien-Mu-Pagode, das wohl bekannteste Gebäude von Hue. Eine steile Treppe führt vom Fluss hinauf zu der markanten siebenstöckigen Pagode. Auf dem Gelände ist seit Jahrhunderten ein Kloster beheimatet, in deren Zentrum sich eine große Gebetshalle befindet. In einer Garage ist das Auto zu sehen, mit dem der Mönch Thich Quang Duc im Juni 1963 nach Saigon fuhr, um sich auf offener Straße – aus Protest gegen das damals herrschende Regime – selbst zu verbrennen.

Die Kaisergräber

Die schönsten der elf kaiserlichen Grabanlagen sind die von Tu Duc, Khai Dinh und Minh Mang. Der Stadt am nächsten liegt das Grab von Tu Duc, der 1883 nach fast 40jähriger Regentschaft starb. Das mehrere Hektar große Gelände besteht aus einem Lotusteich, mehreren Pavillons, reich verzierten Hallen, Treppen und der Grabstätte Tu Ducs und seiner Frau. Ähnlich groß ist die Grabanlage vom zweiten Nguyen-Kaiser Minh Mang, der 1841 starb. In dem konfuzianisch anmutenden Park reihen sich zwischen zwei Seen Tore, Pavillons, steinerne Statuen auf großen Terrassen, Tempel und die Grabstätte. Das jüngste Grab ist das des vorletzten Kaisers Khai Dinh, der 1925 starb. Von einem Frankreichaufenthalt inspiriert, ließ er seine Grabstelle mit breiten Treppenaufgängen, großen Terrassen mit Mandarin-Statuen und einem aufwändig mit Glas, Keramik und Porzellan verzierten Mausoleum ausstatten.

Foto: Claudia Huldi/ Pixelio