Das hat die Stadt zu bieten Drucken

Verbotene Stadt in HueDass Hue eineinhalb Jahrhunderte lang Sitz der vietnamesischen Kaiser war, ist noch heute unübersehbar. Inmitten der Innenstadt liegt die weitläufige Zitadelle mit der Verbotenen Stadt. In der ländlichen Umgebung stehen die beeindruckenden, filigran geschmückten Grabanlagen der Kaiser. Und die Hue-Küche ist eine der feinsten des ganzen Landes.

Das Besondere an Hue

Hue ist besonders für Kulturreisende und Geschichtsinteressierte ein Highlight. Die UNESCO hielt die kaiserlichen Gräber und Paläste in Hue für so bedeutend, dass sie bereits 1993 zum ersten Weltkulturerbe Vietnams erklärten. Die Sehenswürdigkeiten können auf schönen Schiffsfahrten auf dem Parfümfluss oder mit Motorradtaxis erkundet werden. Hue ist etwas für jeden Geldbeutel; es gibt ein Travellerviertel mit Gästehäusern und Cafés ebenso wie gehobene Restaurants und Luxushotels.

Tipp: Alle zwei Jahre findet das Hue Festival statt, auf dem vietnamesische und französische Künstler auftreten. Nächster Termin ist Sommer 2012.

Der Sitz der Nguyen-Kaiser

In Hue hat selbst die Geschichte eine Vorgeschichte. Denn auch wenn die Stadt offiziell ab 1802 der Sitz der vietnamesischen Kaiser war – die herrschenden Nguyen hatten sich bereits im 17. Jahrhundert in Hue niedergelassen. Im 18. Jahrhundert hatte der Tay-Son-Aufstand die Nguyen-Dynastie fast ausgerottet. Doch der einzige verbliebene Nguyen-Spross eroberte das Land zurück und ließ sich 1802 in der Stadt seiner Vorfahren zum Kaiser Gia Long krönen.

Kaiser Gia Long ließ während seiner Regentschaft 1802 bis 1820 nach dem Vorbild Beijings einen Kaiserpalast bauen. Er besteht aus einer purpurnen Verbotenen Stadt, die von einer Zitadelle mit einer über sechs Meter hohen Mauer und einem Graben umgeben ist. Gia Long war der erste von insgesamt 13 Nguyen-Kaisern, die fast alle in der Umgebung von Hue begraben liegen. Die großzügigen Grabanlagen bestehen aus Tempeln, Statuen, dem Grab und oft Gärten und Wasserläufen. Besonders gut erhalten sind die Gräber der ersten Kaiser Minh Mang (1820 bis 1841) und Tu Duc (1847-1883) sowie des vorletzten Kaisers Khai Dinh (1916 bis 1925).

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Pagoden am Parfümfluss

Entlang des Parfümflusses und im Süden der Stadt sind einige Pagoden, Tempel und Klöster zu sehen. Am bekanntesten ist die siebenstöckige Thien-Mu-Pagode direkt am Fluss; dort parkt in einer Garage das Auto, in dem der Mönch Thich Quang Duc im Juni 1963 nach Saigon fuhr und sich auf offener Straße – aus Protest gegen das damals herrschende Regime – selbst verbrannte. In der Tu Hieu-Pagode wurde Thich Nhat Hanh ordiniert. Der nach dem Dalai Lama im Westen wohl bekannteste buddhistische Mönch lebt seit Ende der 1960er Jahre in Frankreich. Er hält in der Nähe von Bordeaux in seinen Meditationszentrum Retreats ab; seit 2008 gibt es einen Ableger in Deutschland.

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