Das hat die Stadt zu bieten Drucken

Bummeln in den Altstadtgassen von Hoi AnEntlang des Thu-Bon-Flusses erstrecken sich die Gassen der Jahrhunderte alten, roman­tischen Hafenstadt, deren Gastronomieszene sich mittlerweile auch auf die Inseln An Hoi und Cam Nam auf der gegenüberliegenden Flussseite ausgedehnt hat. Vier Kilometer entfernt liegen Badestrände.

Das Besondere an Hoi An

Hoi An bringt alles mit, wovon Vietnamreisende träumen: Die einzigartige, liebevoll restaurierte Altstadt liegt direkt am Wasser und lädt zum stundenlangen Bummeln und Stöbern in den vielen Geschäften ein. Dazu kommen gute und geschmackvolle Restaurants sowie, vor den Toren der Stadt, preiswerte Hotels und Strände. Mitte der 1990er Jahre noch ein verschlafenes Dorf, ist Hoi An heute eines der Lieblingsziele der Urlauber und ein Höhepunkt ihrer Vietnamreise.

Ein geschichtsträchtiges Pflaster

Schon die Cham hatten den Hafen von Hoi An vom 4. bis zum 10. Jahrhundert genutzt. Seine Attraktivität verdankt aber Hoi An („Stadt des Friedens“) der Tatsache, dass aus­ländische Händler in der damals Hai Pho genannten Stadt seit Anfang des 17. Jahrhunderts ihre Waren anbieten durften. Chinesische und japanische Händler siedelten sich an, gelangten zu Wohlstand und machten Hoi An zu einer der bedeutendsten Häfen Südostasiens. Selbst Europäer kamen nach Hoi An.

Als Japan 1636 seinen Außenhandel einstellte, und nachdem die Stadt während der Tay Son-Rebellion Ende des 18. Jahrhunderts fast vollständig zerstört worden war, bauten Chinesen die zahlreichen zweistöckigen Geschäftshäuser (Shophouses) sowie die prächtigen Tempel und Versammlungshäuser wieder auf. Der Fluss versandete und die Schiffe wichen auf den größeren Hafen von Danang aus, so dass Hoi An in einen Dornröschenschlaf fiel. Als die UNESCO 1999 über 800 Häuser und Altäre in der Altstadt in seine Weltkulturerbeliste aufnahm, hatten die Reisenden das kleine Städtchen schon für sich entdeckt. Die Altstadthäuser wurden restauriert und viele zu kleinen Geschäften, Galerien, Schneidereien und Restaurants ausgebaut.

Erfahren Sie mehr über Hoi An als UNESCO-Weltkulturerbestätte >

Während sämtliche Häuser der Altstadt unter Denkmalschutz stehen und die Gassen das dörfliche Flair bewahren, ist Hoi An zu einer Stadt mit über 120.000 Einwohnern gewachsen. Haupteinkaufszentrum ist immer noch der große Markt östlich der Altstadt, auf dem Fisch, Fleisch, Gemüse, Haushaltswaren und Bekleidung angeboten wird. Auf den Flussinseln Cam Nam und vor allem An Hoi, die über eine Brücke mit der ihr gegenüberliegenden Altstadt verbunden sind, haben erste Restaurants und Geschäfte eröffnet. In den Straßen nördlich der Altstadt sind zahlreiche Mittel­klassehotels entstanden. Am malerischen Lauf des Nebenflusses Do liegt inmitten von Reisfeldern ein halbes Dutzend Urlaubsresorts, einige davon nicht weit vom Strand entfernt.

Die Badestände von Hoi An

Die Hausstrände von Hoi An sind Cua Dai und An Bang, vier Kilometer östlich der Altstadt gelegen. Die breiten, hellgelben Sandstrände sind von Palmen und Kasuarinen gesäumt. Am Cua Dai-Strand gibt es drei gehobene Strandresorts, am An Bang bieten Vietnamesen Liegestühle unter Bast-Sonnenschirmen, kalte Drinks und Essen an. Auch fliegende Händler fehlen nicht. Die schönsten Monate, in denen das südchinesische Meer ruhig genug zum Baden ist, sind März/April bis Oktober.

Tipp: Abends bauen Vietnamesen unter den Bäumen am Strand Dutzende mitgebrachter Holzgrills auf, auf denen sie frisch gefangenen Fisch grillen. Die meist einheimischen Gäste sitzen zu Hunderten in Grüppchen auf Decken beim Schein von Öllämpchen um sie herum.

Foto: Andrea Bonder/ Vietnamtravelinfo