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Blick von der berühmten Dachterrasse des Rex Hotel © Gaston RothHo-Chi-Minh-Stadt ist der Vorreiter und der Inbegriff von Moderne, Dynamik und ökonomischer Leistung. Nirgendwo in Vietnam sind die Firmengebäude mondäner, die Hochhäuser und Shoppingmalls glitzender und die Restaurants und Bars hochklassiger als hier. Ein Ort des Geldes war die Stadt schon, als sie noch Saigon hieß und  französische Kolonialherren und amerikanische Soldaten die Wirtschaft am Laufen hielten. Heute prägen vietnamesische und ausländische Firmen und brausender Verkehr das Bild einer Stadt, in der man nach wie vor auf breiten, baumbewachsenen Gehwegen entlang von Boulevards und Parks flanieren kann.

Das Besondere an Ho-Chi-Minh-Stadt

Ho-Chi-Minh-Stadt ist für viele Reisende die Stadt, die sie am Anfang oder am Schluss ihres Vietnamaufenthaltes erleben. Der Verkehr und die vielen Baustellen sind unübersehbare (und unüberhörbare), aber ebenso faszinierende Zeichen des ungebremsten Wirtschaftswachstums. Doch wenige Schritte von den Hauptstraßen entfernt ist es überraschend ruhig: In den grünen Parkanlagen, in kleinen Seitenstraßen, in alten Tempeln und guten Restaurants, selbst in den engen Gängen des Ben-Thanh-Marktes lässt sich ganz in Ruhe stöbern. Ansonsten nehmen Sie sich ein Beispiel an den Saigonern, die sich ganz gelassen in dem Gewuschel bewegen.

Die bewegte Geschichte

Ho-Chi-Minh-Stadt ist wesentlich jünger als das tausendjährige Hanoi. Erst vor gut drei Jahrhunderten, als die Vietnamesen in die zuvor von Khmer besiedelte Mekong-Region einzogen, begann die Stadt zu wachsen. Die Kambodschaner nannten sie Prei Nokor („Dschungel-Stadt“), die Vietnamesen Gia Dinh und die Franzosen ab 1862 offiziell Saigon; die Bedeutung der beiden letzten Namen ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Auch wenn die Stadt bis heute inoffiziell Saigon genannt wird, ist ihr offizieller Name seit Kriegsende 1975 Ho-Chi-Minh-Stadt. Saigon markiert heute den Innenstadtbereich des ersten Bezirks; nach wie vor heißt der Bahnhof „Ga Sai Gon“, und der Flughafen trägt das Kürzel SGN.

Noch heute ist klar zu erkennen, wie die Hafenstadt am Saigon-Fluss im 18. Jahrhundert gewachsen ist. Vietnamesische Siedler haben die sumpfige Gegend trocken gelegt. Händler aus verschiedenen südchinesischen Provinzen kamen nach Gia Dinh, um sich im heutigen Cholon („großer Markt“) anzusiedeln. Ihre damals gebauten, prächtigen Tempel nutzen ihre Nachfahren und Nachzügler bis heute. Insgesamt ist Cholon wie eine Chinatown von chinesischen Märkten, Geschäften, Restaurants und Apotheken geprägt. Während der französischen Kolonialzeit und im Vietnamkrieg ist Cholon ein Vergnügungsviertel mit Opiumhöhlen und Bordellen gewesen. Aus Cholon stammten auch die meisten der überwiegend chinesischstämmigen Boat People in den 1970er Jahren.

Noch stärker ist der französische Einfluss zu sehen. Seit den 1860er Jahren, als Saigon Hauptstadt der Kolonie Cochinchina wurde, entstanden rund um die Flaniermeile der Rue Catinat (der heutigen Dong Khoi) Prachtbauten wie die Hauptpost, die Kathedrale, die Oper, das Continental Hotel, das alte Rathaus und zahlreiche Villen. Die Franzosen legten Parks und breite Boulevards mit baumgesäumten Gehwegen an, an denen sich elegante Restaurants, Cafés, Boutiquen, Patisserien und Bäckereien ansiedelten – kein Wunder, dass man Saigon noch heute das „Paris des Ostens“ nennt.

Von den 1950er Jahren bis 1975 war Saigon die Hauptstadt und Sitz wechselnder Regierungen Südvietnams. Immer mehr Vietnamesen zogen in die prosperierende Stadt, die 1965 bereits 2,5 Millionen Einwohner zählte. Nach dem Ende der Kolonialzeit verließen die Franzosen Saigon, in den 1960er Jahren kamen zehntausende amerikanische Soldaten. Im Vietnamkrieg litt Saigon unter Bombenangriffen der Vietkong, dem Zustrom von Flüchtlingen aus den umkämpften ländlichen Regionen sowie Prostitution. Im April 1975, als Nordvietnam Saigon einnahm, flüchteten innerhalb weniger Stunden Tausende aus der Stadt, viele davon mit Hubschraubern vom Dach der US-Botschaft.

Nach 1975 stagnierte die Wirtschaft der in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannten Stadt. Erst seit Anfang der 1990er Jahre, als Privatunternehmen wieder zugelassen waren und ausländische Investitionen ins Land flossen, geht es mit Ho-Chi-Minh-Stadt wieder steil bergauf. Bis heute gründen immer mehr Vietnamesen Firmen und siedeln sich immer mehr ausländische Unternehmen an, die Büros in der Innenstadt und Fabriken vor den Toren der Stadt eröffnen. Arbeitsplätze und die höchsten Löhne des Landes locken nach wie vor Vietnamesen aus ländlichen Regionen an. Dem steigenden Lebensstandard und Konsumwunsch begegnet die Stadt mit immer neuen Apartmenthäusern, Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und Unterhaltungsmöglichkeiten.