Über das Surfen in Vietnam Drucken

Vietnam hat sich in Asien, vor allem unter Kitesurfern, zu einem der besten Surfspots entwickelt. Erfahren Sie das Wichtigste über die in Vietnam angebotenen Surf-Arten, die Surfcenter & Surfschulen, die regional unterschiedlichen Saisonen sowie alles rund ums Fliegen.

Die Surf-Arten in Vietnam

Kitesurfen oder Kiteboarden

Ein noch junger Extremsport, bei dem der Surfer ein kurzes Kiteboard verwendet und sich von einem Lenkdrachen (Kite) ziehen lässt. In Vietnam boomt das Kitesurfen, vor allem in Mui Ne.

Windsurfen

Das Surfen, bei dem sich der Surfer bewegt sich auf einem langen Brett und mit Hilfe eines Segels fortbewegt, wurde in den 60er Jahren in den USA erfunden. In Vietnam bieten zwar viele Küstenorte optimale Surfbedingungen, aber Verleiher und Schulen gibt es bislang nur in Mui Ne, Danang, Nha Trang, Vung Tau und Phu Quoc.

Wellenreiten

Wellenreiten ist die Urform des Surfens und stammt aus Hawaii und ist heute an Pazifikküsten beliebt, vor allem in Kalifornien, Hawaii, Australien und in der Südsee. Dabei fahren die Sportler stehend auf einem langen Brett durch die Wellen.

Stehpaddeln

Bei dieser leicht erlernbaren Sportart steht der Stehpaddler auf einem langen Surfbrett und bewegt sich mit einem langen Paddel vorwärts. Standup Paddle Surfing, kurz SUP, ist erst seit 2000 ein Freizeitsport. Der noch neue Sport in Vietnam wird in Mui Ne angeboten.

Surfcenter

Die Surfspots Vietnams befinden sich im Süden und im Zentrum des Landes. Surfermekka ist Mui Ne und die Strände der Umgebung. Auch in Danang, Nha Trang, Vung Tau und Phu Quoc gibt es einige Surfschulen und Verleihstationen. Surfcenter verleihen Equipment, das in der Regel neu ist oder höchstens aus der vergangenen Saison stammt. Surfshops verkaufen Markenausrüstungen und Second-Hand-Equipment, das man verhältnismäßig günstig erwerben kann.

Die Surfcenter befinden sich direkt an den Stränden. Für das Handling stehen Assistenten (so genannte beach boys) zur Verfügung, die die Ausrüstung zusammenstellen und an den Strand bringen – bequemer kann Surfen kaum sein. Bei Problemen eilen Betreuer auf Jet Skis schnell zur Hilfe. Die meisten Surfschulen sind an Hotels angegliedert und stehen auch Nicht-Hotelgästen offen. Vor allem in Mui Ne und Nha Trang verbinden Surfer den Sport mit Partys, in Danang und im nahen Hoi An eher mit Ausflügen und Stadtleben und in Phu Quoc mit Badeurlaub. Die Ortswahl ist um so entscheidender, wenn mitreisende Partner und Kinder nicht surfen.

Surfunterricht

Die Surfschulen bieten in erster Linie Kitesurfkurse an. Einsteiger sind im Schnupperkurs (Taster) oder bei den Beginners richtig. Wer schon einen Discoverykurs für Anfänger absolviert hat und seine Kenntnisse wieder auffrischen möchte, sollte den Refresher-Kurs wählen. Intermediate-Kurse eignen sich für Kitesurfer, die zwar sicher fahren, aber nicht gut springen und fliegen können. In Advanced-Stunden geht es um Loopings und andere Tricks. Selbst zum Kitesurflehrer kann man sich ausbilden lassen. Alle Kursteilnehmer erhalten eine Mitgliedskarte der International Kiteboarding Organization (IKO), auf der der Surflehrer ihr Können zertifiziert – Discovery (Level 1, nach 2 bis 4 Unterrichtsstunden), Intermediate (Level 2, nach 6 bis 8 Unterrichtsstunden) und Independent (Level 3). Diese Mitgliedskarten dürfen nur Surflehrer ausstellen, die die Berechtigung von der IKO haben.

Unterricht im Windsurfing gibt es ausschließlich in Mui Ne.

Auch wenn das Stehpaddeln noch neu ist, bieten einige Surfschulen in Mui Ne Privatstunden in dieser leicht zu erlernenden Sportart an. Eine Prüfung ist nicht erforderlich.

Woran erkenne ich eine gute Surfschule?

  • Die Lehrer und/oder die Surfschule sind IKO zertifiziert
  • Verhältnis Lehrer-Schüler im Idealfall 1:1
  • Mehrsprachige Lehrer oder Lehrer in meiner Landessprache
  • Gute Ausrüstung, angenehm ist Unterstützung durch Assistenten (beach boy assistance)

Regionale Surf-Saisonen

Phu Quoc: k. A.
Mui Ne und Umgebung: Windsurfen August bis Dezember, Kitesurfen Oktober bis Mai
Vung Tau: September bis März
Nha Trang: Oktober bis Februar
Danang: Oktober bis April/Mai

Surfen und fliegen

Wer die eigene Surfausrüstung mitbringen möchte oder sich in Vietnam eine Ausrüstung kaufen möchte, sollte sich vor Abreise bei seiner Fluggesellschaft nach den Transportkosten erkundigen. Keine Airline nimmt Surfausrüstungen zusätzlich zum Freigepäck gratis mit. Auch diese 20 Kilogramm Freigepäck, die die meisten Airlines in der Economy Class gewähren, reichen kaum aus, so dass Übergepäckgebühren zu erwarten sind. Bei einigen Airlines muss Surfgepäck angemeldet werden.

Auch die Inlandsfluggesellschaften (für die Weiterflüge innerhalb Vietnams) haben unterschiedliche Regelungen. Vietnam Airlines befördert ein Surfbrett innerhalb des Freigepäcks kostenlos, berechnet eine Windsurfausrüstung jedoch als Übergepäck. Das Gepäckvolumen bei Jetstar Pacific ist abhängig von der Tarifklasse, Indochina Airlines gewährt 20 Kilogramm (Economy Class) beziehungsweise 32 Kilogramm (Business Class). Da die Bedingungen wechseln können, rückversichern Sie sich daher stets direkt bei den Airlines.